Albumcheck | Enten hätt ich züchten sollen von Stephan Sulke

[itunes link=“http://itunes.apple.com/de/album/das-muss-doch-gehn-feat-milva/id427468268?uo=4″ title=“Stephan Sulke“]
Der Schweizer Liedermacher und Sänger Stephan Sulke hat nach seinem letzten Album vor zwei Jahren nun sein neues Werk mit dem ungewöhnlichen Namen „Enten hätt‘ ich züchten sollen“ aufgelegt. Schon das Digipack lässt Gutes hoffen. Das Booklet ist umfangreich mit zahlreichen Fotos und bemerkenswerten Zeichnungen des Sängers gespickt. Schon allein das Booklet hat zehn Sterne verdient.

Auf dem Album selbst finden sich altbekannte Titel wie „Uschi“ wieder. Der Lonplayer ist wie eine Flasche Rotwein zu genießen. Die Kompositionen erwecken Wärme im Herzen. Der Titel des Albums ist gut gewählt, doch hat man erst einmal die CD gehört, fragt man sich, ob Sulke mit der Entenzucht ähnlich Erfolg gehabt hätte, wie mit seinen ausgereiften Kompositionen. Mit insgesamt 16 Titeln beglückt Sulke die Ohren der Fans.

Die Titel vermitteln eine entspannte Barmusikatmosphäre und ist wenig schnulzig. Besonders herausragend sind dabei die Duette mit Lilo Wanders und Milva. Die neuen Interpretationen alter Songs klingen nicht aufgesetzt sondern erscheinen als neue und frische Arrangements. Trotz der bedächtigen Klänge ist „Enten hätt‘ ich züchten sollen“ wie Balsam für die Seele.

Dies zeigt sich auch in den neuen Stücken. Anspruchsvolle Töne mit Klavier- oder Gitarrenpassagen und seichten Blues-Rhythmen prägen ebenso das Klangbild, wie die warme Stimme des Liedermachers. Die gute Mischung macht den Lonplayer aus. „Enten hätt‘ ich züchten sollen“ ist ein buntes Potpourri voller schmeichelhafter Lieder. Lässig, frisch und melancholisch zugleich. Textlich ein Hochgenuss voller Poesie. Besonders überraschend und modern umgesetzt ist der Track „Ich brauche Dich“.

Anspieltipps:

  • Das muss doch gehn (Duett mit Milva)
  • Schnulzensingender Poet
  • Oktober Abendrot
  • Beinah

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