Albumcheck | Carrousel von Lowfield

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Nachdem Gerald uns auf die Band „Lowfield“ aufmerksam gemacht hat, haben wir etwas tiefer in unsere Plattenkiste bei Timezone gegriffen und uns sofort das Album „Carrousel“ der Band Lowfield angehört. Letztendlich sind wir zu der einstimmigen Übereinkunft gekommen, den Longplayer in unsere Hall of Fame, wie wir unser Portal liebevoll bezeichnen, aufzunehmen. Danke Gerald! So wollen wir auch nicht um den heißen Brei herumreden, sondern beginnen sofort mit der Rezension.

Der Longplayer ist bereits im Dezember letzten Jahres erschienen. Also kommt unsere Rezension zwar etwas spät, aber nicht zu spät. Lowfield präsentiert romantische Rockmusik, doch ist das nicht allein ein Widerspruch in sich? Schon der erste Song „Always“ beweist, dass Romantik sehr wohl mit Rock zu vereinbaren ist. Weiter geht es mit „Melody of Love“, der einen leichten Touch alter 1960er Songs beinhaltet. „Beautiful Day“ ist eigentlich ein bekannter Song von U2, doch Lowfield haben ebenfalls den Namen für den nächsten Titel gewählt. Es handelt sich allerdings um kein Cover sondern ein eigenständiges Lied. Mit „Someone special“ zeigen Lowfield, dass sie es mit ihrem ohrwurmfähigen Gitarrensound sehr wohl mit U2 aufnehmen könnten. Besonders verblüffend: obwohl es sich um eine deutsche Band handelt, bricht kein deutscher Akzent durch.

„Painted in Pink Snow“ ist trotz der rockigen Elemente ein schwerfälliges und langsameres Stück auf dem Longplayer, wogegen „Grandpa’s Disco I“ mit einer einschlägigen Hookline aufwarten kann. Mit „Fairyland“ wird es zugleich ruhiger und melodischer. Besonders gelungen ist der hintergründige Regen, der dem Track „Rain“ seinen Charme verleiht. Somit gehört der Track zu den romantischsten Songs auf dem Album. Und da nach Regen folglich Sonnenschein kommt, heißt auch das nächste Stück „Sunshine“. Wie passend! Hat man es hier also mit einem Konzeptalbum zu tun? Diese Frage solltet ihr euch am Besten selbst beantworten, wir stellen nur die Frage in den Raum: Reichen zwei aufeinander folgende Songs mit textlicher Symbiose aus, um ein Konzeptalbum darzustellen? „Grandpa’s Disco II“ rockt richtig ab. Wie auch schon beim ersten Teil, nehmen die Hooks Gestalt an. Wunderschön auch der Abschluss „Carrousel“. Doch war es das schon? Dagegen hilft: Repeat!

„Carrousel“ von Lowfield ist ein gelungenes Album, das zwar überraschend für deutsche Künstler wirkt, allerdings zeitweilig ein paar etwas „langweilige“ Passagen beinhaltet. Der Qualität schadet das allerdings nicht. Es finden sich gute Hooklines auf dem Longplayer. Man darf also auf die Weiterentwicklung der Band gespannt sein, diese zeigt nämlich jetzt schon steil nach oben. Zugegeben, die deutsche romantische Rockmusik beschränkt sich wirklich auf wenige gute Künstler, die dazu häufig auch nur „deutsch“ singen. Lowfield können also mit ihrer Musik diese klaffende Lücke füllen, ohne dabei ins kitschige abzudriften.

Anspieltipps:

  • Someone special
  • Painted in Pink Snow
  • Rain

2 Comments

  1. Venlo Geisen sagt:

    Songmäßig sehr gutes Album, technisch ganz passabel. Erinnert mich oftmals an diverse britische Bands. Der Sänger ist top.

  2. Gunnar sagt:

    Toll, das ist endlich mal ein informativer Eintrag über das Album von Lowfield. Ich sehe das ähnlich. Vielen Dank. Den Titel „Rain“ finde ich auch am Besten.

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