Albumcheck | I sold my moon boots to a girl from greece von Enik

Enik ist der Künstlername eines Münchner Multiinstrumentalisten, der mit „I sold my moon boots to a girl from greece“ sein neues Soloalbum vorlegt. Aus einer Mischung zwischen total schlecht und total genial zeigt Enik, dass er anders ist als jeder musikalische Künstler vor ihm. Sein Gesang ist extrovertiert und schrill. Er selbst bezeichnet seinen Gesang als „Ausdruckstanz“.

Enik macht nicht einfach nur Musik. Er lebt sie auch. Fraglich ob man die Werke von Enik als Musik bezeichnen kann, handelt es sich doch eher um Musikkunst. Genau das spiegelt sich in seinen Songs wieder. Den 30-jährigen vergisst man einfach nicht so schnell, da man ihn in keine Schublade stecken kann und er sich nicht verbiegen lässt. Dieser Umstand lässt seine Werke so erfrischend klingen. Der Longplayer „I sold my moon boots to a girl from greece“ kommt mit insgesamt vierzehn Titeln daher. Alle auf ihre Weise bombastisch arrangiert. Der Indie-Popkünstler hat sich mit dieser Scheibe selbst übertroffen, schließlich hat er den Longplayer selbst produziert. „I sold my moon boots to a girl from greece“ erscheint auf Eniks eigenen Label. Die Songs hat er weitgehend im Alleingang eingespielt. An sich schon eine erstaunliche Leistung, aber da gibt es noch mehr. Seine einfallreichen Kompositionen wurden beeinflusst von Musikern wie David Bowie, Tom Waits und Bob Dylan.

Zusätzlich finden sich nicht nur laute Megakracher auf der CD wieder. Enik stimmt mit „How to crash expensive cars 2“, „People are bad“, „Wasting beauty“ und „Get me laid in San Fransisco“ auch leisere Töne an. Stimmungsvoll ehrlich und klar. Mit „I sold my moon boots to a girl from greece“ zeigt Enik seinen Zuhörern, dass er die Liebe zur Musik inne hat und erfolgreich umsetzen kann. Ein herrliches Album, welches große Beachtung finden sollte.

Anspieltipps:

  • The Monkey Wheel
  • Anti anti anti
  • Shake off your past

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