R.E.M. sind zurück! Neues Album „Collapse Into Now”

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Was für gute Neuigkeiten: R.E.M. haben dieser Tage ihr 15. Studioalbum „Collapse Into Now“ fertig gestellt! Das kommende Werk, das zwölf brandneue Songs beinhaltet und am 04. März 2011 veröffentlicht wird, soll ersten Höreindrücken zufolge wieder deutlich opulenter ausfallen als der Vorgänger „Accelerate“ von 2008. Produziert wurde das Album erneut von Jackknife Lee, der bereits bei „Accelerate“ hinter den Reglern saß. Mehrere Wochen schlossen sich Michael Stipe, Peter Buck und Mike Mills in den Berliner Hansa Studios ein, wo schon so mancher Klassiker entstand – unter anderem David Bowies „Heroes“ oder U2s „Achtung Baby“.

„Die Hansa Studios sind wegen ihrer Geschichte sicher jedem ein Begriff“, erklärt Peter Buck dazu. R.E.M. hielten sich dort bereits 2008 ein paar Tage auf, als ihr Produzent Jackknife Lee dort mit Snow Patrol arbeitete. „Die Atmosphäre gefiel uns“, so Buck in der Oktober-Titelgeschichte des deutschen Rolling Stone. „Wichtig ist aber eher die Stadt, nicht der Raum. Michael ist hier nächtelang um die Häuser gezogen und hat die Atmosphäre der Stadt aufgesogen.“ Und so kommt es, dass R.E.M. erstmals seit 25 Jahren wieder ein Album in Europa aufnahmen.

© Anton Corbijn

„Berlin hat international den Ruf, dass man hier alles machen kann, wann immer man will. Natürlich stellt man hier dann fest, dass es gar nicht ganz so wild ist, aber es ist schon ziemlich offen und liberal“, so Michael Stipe, der bereits als Kind einige Jahre bei Frankfurt verbrachte und sich eigenem Bekunden nach in Deutschland wohl fühlt. „Als ich wieder hier war, habe ich sofort wieder diese irgendwie deutsche Mentalität angenommen. Ich musste nur meine Erinnerung anzapfen.“ Mit befreundeten Künstlern, Fotografen und Musik-Kollegen zog er durch die Hauptstadt – vom Nachtclub Berghain bis zu Gedenkstätten des Zweiten Weltkriegs, von Kartoffelläden an der Ecke bis zum Feinschmecker-Restaurant. Diese Erlebnisse und Erfahrungen bildeten die Grundlage für seine neuen Texte und die Musik auf „Collapse Into Now“.

Michael Stipe sagt über das eindringliche Stück: „Es ist eine sehr leise und meditative Hommage an New Orleans – über New Orleans. Jackknife Lee ist ein großartiger Produzent, denn er beobachtete uns, wie wir hart darum kämpften, was einen wirklich ruhigen Song ausmacht. Wir standen bei den Aufnahmen sehr weit auseinander in dem großen Raum – es war hart, sich allein rein physisch gegenseitig wahrzunehmen, alles fühlt sich zerstreut an.

Es ist kein Zufall, dass dieser Song zur ersten Single wurde, denn auch die Arbeiten am Album hatten sie in New Orleans begonnen. Voraussetzung für das Album war: es sollte diesmal schnell gehen, schneller als sonst. Dadurch entstand eine intuitive, spontan herausgespielte klangliche Bandbreite, die die Band selber überraschte. Der frühere Tour-Keyboarder Ken Stringfellow sagte über die neuen Songs, sie seien auch deshalb „true Old School-R.E.M.“ Und Peter Buck ergänzt: „Ich glaube, wir decken diesmal ein extrem breites Spektrum ab, musikalisch und emotional. Es gibt ein paar ziemlich akustische Stücke, sehr dunkle Sachen und ein paar richtige Pop-Songs!“

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