Albumcheck | Losgelassen von Tiemo Hauer

Es gibt sie immer noch – die deutschen Nachwuchstalente. Vorne mit dabei: Tiemo Hauer. Wenn es um ihn geht sprechen die Medien von ehrlicher deutschen Popmusik. Der gerade mal 21-jährige Singer Songwriter überzeugt mit herausragendem Gesang und seinen fantastischen Musikerqualitäten. Der ein oder andere fühlt sich sogar an den großen Rio Reiser erinnert. Textlich als auch in seiner Stimmfarbe. 

Am 29.04. kommt nun endlich sein erstes Album „Losgelassen“. Darauf habe ich schließlich lange gewartet. Aufgefallen ist mir Tiemo Hauer bereits auf MySpace. Zusätzlich hatte ich bereits das Glück eine EP von ihm rezensieren zu dürfen. Das Besondere an Tiemo Hauer ist sein unglaubliches Talent, seine Qualitäten als Songwriter und seine wunderschöne Stimme.

In seinen Songs steckt unheimlich viel Gefühl. Seine wundervollen Texte handeln von Liebe, Leid und Sehnsucht. Tiemo Hauer beschreibt Erfahrungen, die jeder Mensch schon einmal erlebt hat. Besonders beruhigend dürften die Lieder auf junge Zuhörer wirken, die sich gerade in einer Situation von der ersten Liebe befinden oder vielleicht Liebeskummer haben. Ob Tiemo seine eigenen Erlebnisse in dem Album „Losgelassen“ beschreibt, ist mir nicht bekannt. Für einen 21-jährigen Musiker ist die Ausdrucksweise seiner Songs jedoch mehr als erstaunlich. Für den Anfang seiner Karriere wird er sicherlich die Herzen vieler Teenager brechen und wenn Tiemo es nicht ganz falsch anstellt, wird man ihn irgendwann in einem Atemzug mit großen deutschen Musikern, wie Herbert Grönemeyer nennen können. Das Potenzial hat er. Persönlich halte ich ihn für einen herausragenden jungen Künstler.

„Losgelassen“ kann man schlecht beschreiben. Man muss selbst fühlen und hören. Es lohnt sich!

Dabei widmet sich Tiemo Hauer nicht nur seiner inneren Gefühlswelt. Getragen werden seine Kompositionen von herrlichen Klavierpassagen. Doch letztendlich gibt es nicht nur Melancholie auf dem Longplayer.

Mit dem Titel „Nein“ schneidet er ein ernstes Thema an, über das sich alle aufregen, es allerdings gern verschwiegen wird. Letztendlich geht es um Kindesmissbrauch und welche Auswirkungen es auf die Opfer hat. Tiemo macht das an einem Beispiel fest. Auch wenn man sich als Zuhörer bemüht, so fließen unweigerlich die Tränen.

Mit „Losgelassen“ hat Tiemo Hauer wirklich ein ausnahmslos gutes Album veröffentlicht, was Lust auf mehr macht. Weiter so!

Anspieltipps:

  • Verzeihen kostet Zeit
  • Mädchen aus Berlin
  • Abstand
  • Nein
  • Schläfst Du schon?

 

Auch live kann man sich von Tiemo Hauer überzeugen. Am 1. Mai startet seine Deutschlandtour:

  • 01.05. MÜNCHEN 59:1
  • 02.05. LEIPZIG MORITZBASTEI
  • 05.05. OSTSEEBAD KÜHLUNGSBORN VIELMEER
  • 07.05. BERLIN PRIVATCLUB
  • 10.05. KÖLN BLUESHELL
  • 11.05. HAMBURG STAGE CLUB
  • 13.05. STUTTGART KELLER KLUB (bereits ausverkauft)
  • 15.05. STUTTGART KELLER KLUB (Zusatzkonzert)

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