Albumcheck | inDiskotabel

Habt ihr vielleicht geglaubt Disco-Music ist out und längst begraben? Da werdet ihr mit dem Sampler „inDISKOtabel“ eines besseren belehrt. Schließlich gibt es auf dem Longplayer sechzehn feinste Discosongs, die gar nicht so verstaubt wirken, wie mancher vielleicht annimmt. Bei dem Album geht es um simple aber effektive Fusszappler, Kopfnicker und Bodyshaker. Ihr habt null Plan, was das zu bedeuten hat? Spätestens nach der Einnahme von „inDISKOtabel“ habt ihr einen.

Schon mit dem ersten Track „Don’t turn the lights on“ ertönen die Sonnenstrahlen ins Ohr. Eingängiger Beat mit wirkungsvollen Mitsingeffekt. Nachfolgend kommt der „Orgelsong“ namens „True No. 9 Blues“. Der Sänger muss ein Engländer sein, anders kann man sich die Aussprache nicht erklären. Wer allerdings denkt, dass es mit „Quiet“ nun leise wird, ist wohl falsch gewickelt. Schließlich bildet der Titel den ersten Kracher auf der CD. „Efficient machine“ zaubert zugleich das erste Lächeln auf das Gesicht. Leider erfolgt mit „Violent Love“ ein leichter wenn auch nur kleiner Stilbruch, der aber auf Grund der bezaubernden Stimme der Sängerin zu verkraften ist. Sie scheint vielleicht das „Candy Girl“ zu sein, welches im darauf folgenden Lied besungen wird. „She would“ hätte man sich sparen können, was allerdings nichts über die Qualität der Single aussagt. Sondern einfach nur über den Geschmack unserer Redaktion.

Doch „Arrow and Borrow“ reißt diesen kleinen Ausrutscher wieder raus, der spätestens bei „Flea Market“ vergessen ist. Zumindest „Sometimes“ sitzen Künstler in einem „Golden Cage“ und können es der schreibenden Zunft nicht wirklich recht machen. Wir bedienen uns oft der „Paper romance“, obwohl unsere Werkzeuge sich mittlerweile mehr auf die elektronischen Hilfsmittel beschränken. Die Tracks 13 und 14 sind gut gewählt und passen auf den Sampler. Den Abschluss bilden „Do it again“ und „Lovesick“, die allerdings beide eher an die 1980er erinnern als an die 1970er der Disko-Ära. „inDISKOtabel“ ist ein solider und anspruchsvoller Sampler, den man gern hört.

Anspieltipps:

  • Quiet
  • Arrow and Bow
  • Paper Romance

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